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Der Deutsche Herbst

Bericht über die Anschlagsserie der RAF

des Jahres 1977

und deren juristische Aufarbeitung - einschließlich der Aktivitäten der Attentäter in Sachsenheim und Umgebung

 

Referent: Klaus Pflieger (Generalstaatsanwalt a.D.)

 

Generalstaatsanwalt a.D. Klaus Pflieger war jahrelang mit terroristischen Straftaten befasst (darunter das Oktoberfestattentat, die Anschläge der RAF, aber auch der NSU-Mord an Michèle Kiesewetter) und hat darüber Bücher verfasst.

In seinem Vortrag beschreibt er mit Bildern und Dokumenten die Anschlagsserie der RAF des Jahres 1977 – vom Attentat auf Generalbundesanwalt Buback am 7.4.1977 bis zum Ende des Deutschen Herbstes, dem Mord an Hanns-Martin Schleyer am 19.10.1977.

Bei der Vorbereitung des Mordanschlags auf Generalbundesanwalt Buback hielten sich die Attentäter vorrangig im Großraum Sachsenheim auf, wo sie Schießübungen veranstalteten und wiederholt von Zeugen u.a. mit den Tatmotorrad gesehen wurden; außerdem stellten sie den bei ihrer Flucht benutzten Pkw Alfa Romeo in Sachsenheim ab.

Klaus Pflieger schilderte vor allem seine eigene Beteiligung an den Ermittlungs- und Strafverfahren z.B. zur Todesnacht in Stammheim am 18.10.1977, zur Schleyer-Entführung, bei der Vernehmung von RAF-Mitgliedern und beim Umgang mit Kronzeugen. Dazu gehörte auch seine Teilnahme an mehreren RAF-Prozessen (etwa gegen Peter-Jürgen Boock oder den ersten RAF-Kronzeugen Werner Lotze). Ferner stellte er dar, ob und wann RAF-Täter, die zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurden, wieder aus der Haft entlassen werden können / müssen.

Abschließend befasste sich Pflieger mit der Frage, was wir aus der RAF-Zeit für den Umgang mit der aktuellen Bedrohung durch den islamistischen Terror lernen sollten.

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